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REITERMANIAC.de - Offizielle Fanpage der Die Apokalyptischen Reiter


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Konzert-Reviews

PEST

KONZERT - REVIEWS


27.12.2003, Osnabrück "Halle Gartlage" (mit Subway to Sally + Saltatio Mortis)

Um ziemlich genau 20 Uhr kamen endlich Die Apokalyptischen Reiter auf die Bühne galoppiert, um ein wahres Feuerwerk an guter Musik abzufeuern. Sänger Fuchs rannte, in einem knappen weißen Leibchen mit gelben Stern wie von einem Schwarm Hummeln verfolgt über die Bretter. Überhaupt waren die Reiter die personifizierte Spielfreude und konnten mit ziemlich gutem Sound überzeugen. "Terra Nola", "We will never die" und auch "Iron fist" gehörten ohne Frage zu den Höhepunkten. Abgesehen davon zählt eigentlich jedes der gespielten Lieder zu den Höhepunkten (gut, dass man als Reitermaniac so neutral berichten kann). Weitere Stücke waren z.B. "Reitermania", "Unter der Asche", "Metal will never die" und erstmalig live vorgetragen "Das Paradies" als Zugabe. Alles in allem mal wieder ein äußerst gelungener Auftritt mit einer viel zu kurzen Spielzeit!!! 45 Minuten sind einfach zu wenig. Immerhin hatte Fuchs ganz richtig bemerkt, dass die mit den gelben Shirts die Besten sind!

Fuchs

14.2.2004, Hannover "Faust" (mit DE/TEST)

Als Die Apokalyptischen Reiter nach-und nach auf die Bühne kamen, wurde jeder Einzelne lauthals abgefeiert und bejubelt. Fuchs bewies sofort, dass er nicht nur ein begnadeter Sänger, sondern auch ganz toll Feuer spucken kann. Dr.Pest zeigte sich Peitsche schwingend und dennoch nahezu regungslos an den Keyboards, während ich Bassist Volk-Man ohne Trainingsanzug kaum erkannt hatte (*g*). Die Setlist kam mir vor, wie von meiner Best of-Playlist abgekupfert. Gnadenlos und perfekt gemeistert, zockten die 5 Thüringer Meilensteine, überwiegend von den letzten beiden Alben ("All you need is love" und "Have a nice trip"), wie "Gone", "We will never die", "Erhelle meine Seele" oder "Terra Nola". Fuchs tobte über die Bühne, als hätte man ihm Kilometergeld versprochen und scheute zu keiner Zeit den Kontakt zu den Fans. Höhepunkt war (zumindest für mich) das unglaubliche Schlagzeug-Solo von Drummer Sir G., das keinesfalls als "gewöhnlich" zu bewerten ist - und ich habe schon verdammt viele Drumsolos erlebt!!! Etwas Spezielles als Höhepunkt darzustellen ist in Anbetracht des gesamten Konzertes einfach nicht möglich, denn dieses mal haben es Die Apokalyptischen Reiter geschafft, mir die älteren Lieder (von der "Allegro Barbaro" + "Soft and Stronger") so richtig gut gefallen zu lassen. "Iron fist" z.B. habe ich nie angenehmer empfunden, als an diesem Abend. Eigentlich fand ich auch nur dieses ewige Stagediving nervig. Ständig kam aus allen Ecken einer angeflogen, dass man sich gar nicht richtig auf die Show konzentrieren konnte. Bis irgendwann tatsächlich die komplette (!) Bühne mit diesen Heinis übersät war…

Viel zu schnell verging jedenfalls die Zeit und nach mehreren Zugaben verließ die Band endgültig die Bühne. Ein weiteres Konzert-Highlight ging somit in die Geschichte ein. Zusammengefasst war diese "Powernight" wohl eines der besten Auftritte der Die Apokalyptischen Reiter, welchem ich beiwohnen durfte.


05.03.2005, Osnabrück "Lagerhalle" (mit Turisas)


Während des Intros baute sich eine Mönchsähnliche Gestalt in der Mitte der Bühne auf und führte etwas später den mit neuer Maske bestückten Dr. Pest per Kette über die Bretter, bevor es mit „Wahnsinn" so richtig losgehen sollte. Fronter Fuchs spielte im ungewohnt dunklen und zugeknöpften Outfit die zweite Gitarre dazu. Mit dem legendären „Gone" an zweiter Stelle, hatten sie bereits auch die müdesten (von Turisas geschwächten) Leute zum neuen Leben erweckt. Wie man es nicht anders von den Reitern gewohnt ist, spielten sie nach Herzenslust und voller Spielfreude, was die Zuschauer zwischen den Liedern mit lautstarken „Reiter"-Chören honorierten. Wem es bis dahin noch nicht auffiel, der bemerkte vielleicht erst beim Schlagzeugsolo, welches mit einer Drum-Einlage von Pit, Fuchs und Volk-Man eingeleitet wurde (sehr geil!), dass hinter dem Schlagzeug nicht Sir G. saß. Dieser musste seinem Studium nachgehen und wurde vom selbst benannten „Sir T." vertreten, der seine Sache jedoch sehr gut machte.
Wie üblich verstanden es auch die Reiter, allen voran Fuchs, ihr Publikum bei Laune zu halten. Bei „Die Sonne scheint" holte sich Fuchs kurzerhand eine Weiblichkeit auf die Bühne, die den Song über tanzen durfte. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch das traumhafte Keyboard-Solo des Doktors. Und als bei den Liedern „Sehnsucht" und „Dschinghis Khan" einige Turisas-Mitglieder die Bühne enterten und anständig mitrockten, war die Stimmung kurz vor der totalen Eskalation. Zu einer Zugabe ließen sich die Reiter nicht lange bitten.
Das sollte es gewesen sein - könnte man glauben. Doch obwohl es im Saal bereits heller wurde und einige Fans den Rückzug antraten, ließen die Rufe nach den Reitern nicht wirklich nach und so kamen sie tatsächlich nochmals zurück und gaben mit „Vier Reiter stehen bereit" ihr wirklich Letztes.

19.09.2006, Bielefeld "Forum" (mit Hämatom + TYR)

Die Apokalyptischen Reiter, die bisher jeden Gig der Tournee als Triumph verbuchen konnten, stiegen auch an diesem Abend, nach dem allerfeinsten Intro, mit der Single „Friede sei mit Dir" voll ins Geschehen ein. Überhaupt erwiesen sich die Tracks des aktuellen Chartstürmers „Riders on the storm" auch live als wahrer Banger. Auch klar, dass das Album präsentiert werden will und so zwar einige Hits wie z.B. „Unter der Asche" (…) auf der Strecke bleiben, doch durch Kracher der Sorte „Soldaten dieser Erde", „Revolution" oder „Seemann" würdigen Ausgleich finden.
Die neuen Songs passten sich wunderbar in die Riege der übrig gebliebenen Highlights („Terra Nola", „We will never die", „Die Sonne scheint"…) ein und wurden natürlich wohlwollend aufgenommen. Angereichert wurde das alles mit allerhand „für's Auge", wie beispielsweise den schönen, neuen Trommeln nach „Erhelle meine Seele", den feurigen Einlagen oder, je nach Neigung, der kurze Gastauftritt des „Langen" (2,05 m!!!), der bei „Mmmh" ein eindrucksvolles Didgeridoo bearbeitete und nicht zu vergessen: der Frauen verschlingende Käfig des Dr. Pest! Ganz großes Kino zum Taschengeldpreis also, welches garantiert keine Wünsche offen ließ und nicht zuletzt vom äußerst druckvollen Sound zehrte (Gruß zum Mischpult).Wenn auch das „Forum" nicht ausverkauft war, so brachten die Anwesenden zumindest so viel Stimmung mit, dass dies (tatsächlich) mit dem Klassiker „Instinct" belohnt wurde. Bielefeld kann also doch rocken! Dann können die Reiter auch wiederkommen!!!

9.11.2007, Hameln "Sumpfblume" (mit Hämatom)

Ganz offenbar hat es Hameln nicht so mit der Pünktlichkeit. Auf der Eintrittskarte stand "Einlass 19:30 Uhr". Dem war mitnichten so. Stattdessen ließ man eine üppige Fanschar wortwörtlich im Regen stehen und öffnete die Pforten eher kurz vor 21 Uhr (!!!). Kaum war man im Warmen, zockten die Fränkischen Hämatom auch schon los, während vorne noch fleißig Tickets abgerissen wurden. Schön ist was Anderes. Hämatom legten sich ordentlich ins Zeug und präsentierten auch gleich ein paar Songs ihrer in Bälde erscheinenden Langrille. Sie schafften es sogar, das anfänglich etwas träge wirkende Publikum aus der Reserve zu locken. Natürlich wurde der Hit "Leck mich!" mit einer Widmung versehen und diese ging diesmal an das Rauchverbot, dass in Niedersachsen eisern durchgezogen wird und bald überall für Missfallen sorgen wird.
Inzwischen wurden die "Reiter"-Rufe immer deutlicher und kurz nach 22 Uhr betraten die Thüringer unter großem Beifall die Bühne. Nach den gewohnten Songs der Marke "Friede sei mit Dir", überraschten die apokalyptischen Herren mit Klassikern wie "Terra Nola" oder das immer beliebte "Unter der Asche". Die Resonanz war gigantisch, was ich den Hamelnern gar nicht zutrauen wollte *aua*. Die richtige Überraschung kam jedoch mit der Zugabe, denn wer hätte schon mit "The fire" gerechnet? Eben. Dem folgten zwei Coversongs und darauf war es leider auch schon um 23:30 Uhr vorbei. Unterm Strich bleibt ein großartiges Konzert, mit einer sehr spielfreudigen und unterhaltsamen Band aus dem schönen Weimer.

Wem es dann im Freien zu kalt wurde, konnte direkt nochmal Kehrt machen und sich bei den charmanten Damen an der Klamottentheke mit der neuen Reiter-Winterjacke (!) einkleiden, die es erst seit wenigen Tagen käuflich zu erwerben gab...

29.10.2008 - Hannover "Musikzentrum"

Man durfte doch recht gespannt sein, ob sich die Bühnenshow der Reiter dem Motto des aktuellen Albums anpassen würde. Immerhin hieß es im Vorfeld, daß man mit Schminke und Schwarzlicht hantieren wolle. Doch als die Lichtbringer gegen 22 Uhr unter tosendem Beifall (dafür ist Hannover bekannt) die Bühne betraten, bekam man auch die ungeschminkte Wahrheit zu sehen. Ein viel zu hoher Aufwand wäre von Nöten, ließ mich Volk-Man nach der Show auf Anfrage wissen.
Doch genug mit solch Nebensächlichkeiten. Zum Thema:
Man war schon sehr neugierig, wie die neuen Songs von "
Licht" live klingen würden und wie sich "Neuzugang" Lady Cat-Man schlagen würde. Die Dame, und dies soll gleich vorweg genommen werden, gab sich großartig und kam äußerst sympathisch rüber. Zudem brachte sie ihren Stil in die jeweiligen Lieder, was jedoch keinesfalls abwertend zu verstehen ist!!!
Das noch taufrische Material ließ auch nicht lange auf sich warten, gesellte sich nach dem genialen Intro doch sofort der Kracher "
Wir sind das Licht" in die Setliste ein und wurde regelrecht abgefeiert. Die Textsicherheit des Publikums ließ auch kaum mehr Wünsche offen. Respekt. Was folgte waren kaum wegzudenkende Klassiker der Marke "Gone", "Riders on the storm" oder "Friede sei mit Dir", bevor eine ganze Reihe neuer Stücke zum Besten gegeben wurden. Dabei konnte man sich einig sein, dass auch auf "Licht" jede Menge Live-Highlights vorhanden sind! Auch ruhige Titel wie das gefühlvolle "Der Elende" (von Fuchs schön in Szene gesetzt) oder das schöne "Nach der Ebbe" kamen bestens an, bevor man mit "March of revenge" gleich wieder wachgerüttelt wurde...
Nach "
Reitermania" gönnte man sich zahlreiche Zugaben und machte gegen 23:45 Uhr den Deckel zu. So ging ein zauberhafter Konzertabend mit einer bestens aufgelegten Band zu ende. So darf man sich "Reiterfestspiele" auch vorstellen!!!

Setlist Hannover:

Intro
Wir sind das Licht
Revolution
Gone
Riders on the storm
Friede sei mit Dir
Es wird schlimmer
Der Weg
Adrenalin
Der Elende
Nach der Ebbe
March of revenge
Auf die Liebe
Seemann
Wir hoffen
Reitermania
-------------
We will never die
Die Sonne scheint
Iron fist
Metal will never die
--------------
Keyboard-Solo (Was wollen wir trinken)
Auferstehen soll in Herrlichkeit

13.06.2009, Otterstadt (mit Saltatio Mortis)

(...) Inzwischen dürften sich bummelig 1500 Nasen eingefunden haben und erste „Reiter" Rufe erklangen lauthals. Gegen 22 Uhr ging es dann auch endlich weiter, als
Die Apokalyptischen Reiter die Bühne enterten. Ab jetzt wurde die wirkliche Reitermania zelebriert! Wie von der Leine gelassen tobte das Publikum ab der ersten Sekunde los und wirkte unaufhaltsam, als die Reiter die Pferde an der langen Leine laufen ließen. Klar, dass das Augenmerk verstärkt auf dem neuen Klampfer Ady (dem furchtlosen Bärentöter) lag, der jedoch in keiner Sekunde Anlass zur besorgten Grundsatzdiskussion bot. Mit ausgelassener Spielfreude bedienten die Reiter das glückliche Volk und wussten ihr aktuelles Album „Licht" ins selbige zu rücken. Doch auch Fans der Frühwerke sollten befriedet werden, was mit Songs der Marke „Licked by the tongues of pride" oder „Unter der Asche" auch geschah. Aber auch Leckerlis wie das selten gespielte „Der Adler" gab's zu Besten und auch dieser Hit konnte, wie auch grob die komplette Setlist, aus den Reihen der Normalsterblichen nahezu perfekt mitgesungen werden. Und weil es eher selten vorkommt, durfte man vor „Auf die Liebe" auch noch einem Heiratsantrag beiwohnen. Obendrein noch die obligatorische Bootsfahrt und ein paar Peitschenhiebe... Doch fortwährend konnte man die Weimarer stets voller Spielfreude und mit Hummeln im Hintern erleben, dass Langeweile gar nicht erst aufkommen konnte! Rundum also ein gelungener Auftritt, dem wohl einige SaMo-Fans eher irritiert gegenüber standen die, anstatt mitzumachen, lieber regungslos auf einem Fleck verweilten, sich bei beim nicht vermeidbaren Anrempler (passiert, wenn man sich auf die totale Reitermania einlässt) umgehend beim lustlosen Sicherheitspersonal beschwerten, um anschließend die Halle erfolglos zu verlassen. Kennen wir schon von Subway…


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